Archive for the ‘Content’ Category

Wired berichtet heute vom „Big Word Projekt„. Für einen Dollar pro Buchstaben kann man auf dieser Site Wörter kaufen und dann von dort auf die Website seiner Wahl verlinken.

„president“ etwa zu barackobama.com. Über 4300 Wörter sind bis jetzt „definiert“. So kann man auch sein Geld verdienen!

Kann man das social networking nennen? Jedenfalls crowdsourcing. The crowd arbeitet bei der Erstellung der Site mit und zahlt auch noch dafür.

Diese Site wird wahrscheinlich nicht lang in Mode sein, aber das Geld ist verdient.

Vielleicht ist es Zeit für eine neue Definition von „Content“?

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Die Firmen mit dem Doppel-O sind erfolgreich: wie Google, Yahoo!, Yoyodyne. Sagt Seth Godin bei CNN/Money.

Und jetzt gibt es Ooyala, die Videos syndizieren und (coming soon) mit relevanter Werbung versehen wollen.

Das würde es wieder ein bisschen lohnender machen, Content zu produziern und zu besitzen, wenn Ooyala diesen Service auch für die kleineren Produzenten anbieten würde.

Gefunden bei CNN/ Money.

Content Broker sind finanziell erfolgreicher als Urheber von Content.

Wikipedia:

A broker is a party that mediates between a buyer and a seller.

„mediates“ – vermittelt. Da haben wir es wieder: Google, Flickr, del.icio.us, Wikipedia vermitteln Content, der durch Urheber eschaffen wurde. Der finanzielle Return für die Urheber ist allerdings in den meisten Fällen gering.

Die meisten Urheber wollen auch gar kein Honorar. Sie freuen sich, ihren Standpunkt öffentlich dartun zu können. Wie Herr Karl in diesem Blog.

Aber es gibt Content, der nur unter Einsatz von Kapital erstellt werden kann. Qualität kann es auf die Dauer nicht gratis geben. Was machen diese Urheber? Wie monetarisieren sie ihre Werke in einem Netz, das von der Vermittlung beherrscht wird? Eine Vermittlung, die immer effektiver, kostengünstiger und vor allem unkontrollierbarer  wird?

Wir wollten Urlaub in Californien machen.

Und wie sieht es in Californien denn nun wirklich aus? Da gehen wir doch mal zu Flickr und gucken die Bilder mit dem Tag „California“ an.

Irgendwie sind wir darüber zum Foto-Stream von Apple Crisp gekommen und haben stundenlang vor dem Computer gesessen, wunderschöne Fotos angeschaut und interessante Kommentare gelesen.

Wir wollten mehr über Apple Crisp erfahren und haben dann herausbekommen, dass es das Pseudonym (oder der Nick, wie man wahrscheinlich sagt) von Layne Russell handelt.

So sind wir auf Layne Russells Website gekommen.

Einige Fotos stammen aus der Werkstatt Ihres Mannes, der Gitarrenbauer ist und zeigen sehr eindrucksvoll die Entstehung der Gitarren.so sind wir auf auf die Site von Russel Guitars gekommen.

Der Dollar ist im Moment günstig: hier ist eine Chance, eine handgemachte Gitarre aus Californien zu erwerben.

Nun die böse Frage: Hat sich das Foto-Sharing für Layne und ihren Mann gelohnt?

Okay: andere Leute erlösen gar nichts mit ihrem Hobby. Der Weg ist das Ziel.

Andererseits: Für 2 Stunden qualitativ hochwertiger Unterhaltung entsprechend Layne Russels Fotos hätten wir im Kino glatt 2X 10,- Euro gezahlt. Frau Russel bekommt: nix. Außer 3 Links von Herrn Karl. Big Deal …

Sie hat allerdings nicht die Marketing- und Distributionskosten, die der Kinofilm hat. Sie braucht keinen Kartenabreisser und niemanden, der das Kino hinterher sauber macht. Und die meisten Kinofilme erlösen für die Produzenten weniger als nix – sie machen nämlich Miese.

Aber das kann nicht wirklich ein Argument sein für „sharing content in the social media“.

Who wants to own content? If nobody: who wants to create content?

Okay:

„Der Weg ist das Ziel.“

„Das Lied, das aus der Kehle klingt, das ist der Lohn, der reichlich lohnet …“ (Goethe, Der Sänger)

Oh, please dear: cut that crap. Urheberinnen und Urheber müssen von ihrer Arbeit (gut) leben können. Oder sind sie nur die nützlichen Idioten derjenigen, die am effektivsten vermitteln?

Andere Frage: Können Urheberinnen und Urheber durch die Vermittlung in den Social Media etwas erhalten, das sich für sie in Euro, Dollar und Cent auszahlt?

Im Post Kontakte herstellen beziehe ich mich auf einen Artkel von Seth Godin.

Diesen Artikel habe ich über das Blog des Bassisten Steve Lawson gefunden. Steve gibt nicht nur seine Quelle an, sondern auch das Zwischenglied:

Thanks to this post on lovely Valerie Gonyea’s blog, I’ve found very cool quote from this great post by Seth Godin

Die Leserinnen und Leser finden also 2 wertvolle Quellen, die sich mit dem Thema von Steves Artikel beschäftigen – jeweils aus einem anderen Blickwinkel.

Sowohl Steve als auch Valerie Gonyea zitieren Seth sehr ausführlich: 3 volle Absätze. Das könnte der Originalurheber Seth auch negativ auffassen. Schließlich wird seine Formulierung jetzt 3 mal (wahrscheinlich noch öfter) in den Suchmaschinen gefunden.

Statt allein und exklusiv seinen treffend formulierten Standpunkt anzubieten teilt er ihn und bedankt sich sogar in den Kommentaren zu Valerie Gonyeas Post.

Ohne Valerie hätte Steve nicht Seth gefunden. Ohne Steve hätte Herr Karl nicht Valerie und Seth gefunden.

Falsche Frage!„, sagt Andrew Dubber. Die Frage muss nämlich heißen:

„Wie kann das Internet mir helfen, mit Musik Geld zu verdienen?“

So, so: und wie nun? Diese Frage beantwortet der Post nicht, setzt aber den Reflexionsprozess in Gang: Etwa mit der Kombination freier Download/ Werbung, wie hier beschrieben?

Vielleicht äußert Andrew sich ja noch einmal etwas detaillierter.

Am 15. November fragte Ethan Smith vom Wall Street Journal: „Can a Firm Profit From Free Tunes?

Die Antwort gab es damals noch nicht.

Angesichts der sinkenden Verkaufszahlen im Tonträgerbereich müsse eine neue Art des Musikkonsums gefunden werden, die frei von Kopierschutz den Konsumenten kostenlos bereitgestellt wird und voll durch Werbeeinnahmen finanziert wird.

Wenn ich allerdings die Musik durch Werbung finanzieren möchte, dann bin ich darauf angewiesen, dass sie auch nur auf meiner Site gedownloaded wird – wo nämlich die Werung gezeigt wird. Oder ich muss die Werbung in die Musik einbauen.

Who wants to own content? Die User möchten aber gerade ihre eigenen Vertiebswege nutzen und die Musik kreativ nutzen. Wo bleiben dann die Werbeeinnahmen?

Who wants to own content?“ fragt Jeff Jarvis in seinem wegweisenden Post.

Darauf bezieht sich mein Artikel „Wer zahlt für Content?

Wenn es sich nicht lohnt, die Rechte an Content zu besitzen – who wants to create content?

Wer will die Herstellung von Content bezahlen, wenn er nicht mehr verwertbar ist?

Oder ist er verwertbar, nur auf anderen Wegen?

Rockbands verdienen ihr Geld jetzt nicht mehr mit Tonträgern, sondern mit Tourneen. Tourneen, die nicht ausverkauft wären, wenn diese Bands nicht im Internet oder den getauschten Tonträgern präsent wären.

Aber nicht alle können Tourneen machen.

Der Focus im Web 2.0 ist auf den Vermittlern.

WordPress ist ein großer Vermittler von Content.

YouTube ist ein anderer Vermittler von Content.

Wie steht es in diesen beiden Systemen mit den Urhebern des Content?

Wie monetarisiert sich die erfolgreiche Vermittlung für die Inhaber der Rechte?

Okay: don´t take anything for granted.

Früher gingst du in den Plattenladen und hast die Platte gekauft oder nicht. Die Künstler, Verlage, der Plattenladen haben ihr Geschäft gemacht oder nicht. Heute ist das nicht mehr so einfach.

Content ist nicht mehr ein Objekt das verkauft wird wie ein Pfund Butter.

Wedia Buzz bringt das gut auf den Punkt. Content kann vielfältig verwendet werden, er kann vom Konsumenten kopiert und verändert werden, kreativ bearbeitet werden und neu publiziert werden.

Hoppla: Der Konsument ist gar kein Konsument mehr! Vielleicht wird er gar zum Konkurrenten des Orignalurhebers?

Kann/ soll der Originalurheber sich wehren? Wie kommt er auf seine Kosten?

Jeff Jarvis behauptet in seinem grundlegenden, provozierend betitelten Post „Who wants to own content?“ , dass die Unterhaltung (über Content) das Königreich sein – Content is not King.

Dem Blog-Betreiber gehört die Kneipe, in der die Menschen sich austauschen.

Wie Robert Basic: Robert bringt mit seinen Posts eine Unterhaltung in Gang, die in seinem Blog, aber auch in anderen Blogs stattfindet, sich dann aber auf basicthinking bezieht.

Stimmt die Metapher mit der Kneipe? Eine Kneipe, über die in anderen Kneipen gesprochen wird.

Okay. Aber auch: über deren Events, Videos, Musik in anderen Kneipen gesprochen wird. Und da wird´s schwierig. Denn das Video und die MP3´s, die kann die andere Kneipe auch anbieten. Dieser Content ist austauschbar und trägt allenfalls zum Erfolg der Kneipe bei, wenn sie ihn zuerst anbietet, oder wenn sie sich als einzige an ein bestimmtes Publikum wendet.