Archive for the ‘Networking’ Category

Wired berichtet heute vom „Big Word Projekt„. Für einen Dollar pro Buchstaben kann man auf dieser Site Wörter kaufen und dann von dort auf die Website seiner Wahl verlinken.

„president“ etwa zu barackobama.com. Über 4300 Wörter sind bis jetzt „definiert“. So kann man auch sein Geld verdienen!

Kann man das social networking nennen? Jedenfalls crowdsourcing. The crowd arbeitet bei der Erstellung der Site mit und zahlt auch noch dafür.

Diese Site wird wahrscheinlich nicht lang in Mode sein, aber das Geld ist verdient.

Vielleicht ist es Zeit für eine neue Definition von „Content“?

Die Firmen mit dem Doppel-O sind erfolgreich: wie Google, Yahoo!, Yoyodyne. Sagt Seth Godin bei CNN/Money.

Und jetzt gibt es Ooyala, die Videos syndizieren und (coming soon) mit relevanter Werbung versehen wollen.

Das würde es wieder ein bisschen lohnender machen, Content zu produziern und zu besitzen, wenn Ooyala diesen Service auch für die kleineren Produzenten anbieten würde.

Gefunden bei CNN/ Money.

Wir wollten Urlaub in Californien machen.

Und wie sieht es in Californien denn nun wirklich aus? Da gehen wir doch mal zu Flickr und gucken die Bilder mit dem Tag „California“ an.

Irgendwie sind wir darüber zum Foto-Stream von Apple Crisp gekommen und haben stundenlang vor dem Computer gesessen, wunderschöne Fotos angeschaut und interessante Kommentare gelesen.

Wir wollten mehr über Apple Crisp erfahren und haben dann herausbekommen, dass es das Pseudonym (oder der Nick, wie man wahrscheinlich sagt) von Layne Russell handelt.

So sind wir auf Layne Russells Website gekommen.

Einige Fotos stammen aus der Werkstatt Ihres Mannes, der Gitarrenbauer ist und zeigen sehr eindrucksvoll die Entstehung der Gitarren.so sind wir auf auf die Site von Russel Guitars gekommen.

Der Dollar ist im Moment günstig: hier ist eine Chance, eine handgemachte Gitarre aus Californien zu erwerben.

Nun die böse Frage: Hat sich das Foto-Sharing für Layne und ihren Mann gelohnt?

Okay: andere Leute erlösen gar nichts mit ihrem Hobby. Der Weg ist das Ziel.

Andererseits: Für 2 Stunden qualitativ hochwertiger Unterhaltung entsprechend Layne Russels Fotos hätten wir im Kino glatt 2X 10,- Euro gezahlt. Frau Russel bekommt: nix. Außer 3 Links von Herrn Karl. Big Deal …

Sie hat allerdings nicht die Marketing- und Distributionskosten, die der Kinofilm hat. Sie braucht keinen Kartenabreisser und niemanden, der das Kino hinterher sauber macht. Und die meisten Kinofilme erlösen für die Produzenten weniger als nix – sie machen nämlich Miese.

Aber das kann nicht wirklich ein Argument sein für „sharing content in the social media“.

Who wants to own content? If nobody: who wants to create content?

Okay:

„Der Weg ist das Ziel.“

„Das Lied, das aus der Kehle klingt, das ist der Lohn, der reichlich lohnet …“ (Goethe, Der Sänger)

Oh, please dear: cut that crap. Urheberinnen und Urheber müssen von ihrer Arbeit (gut) leben können. Oder sind sie nur die nützlichen Idioten derjenigen, die am effektivsten vermitteln?

Andere Frage: Können Urheberinnen und Urheber durch die Vermittlung in den Social Media etwas erhalten, das sich für sie in Euro, Dollar und Cent auszahlt?

Ein guter Freund aus der Printwelt erzählt:

„Ich hab mir einen Satz E-Mail Adressen gekauft. Alle Leute, die mir irgendwie einen Job geben könnten schreibe ich an, wenn meine neue Website online ist.“

Boh, da ist Herr Karl ein bisschen geschockt:

„Aber das ist doch Spam! Du kannst doch nicht einfach uneingeladen eine Mail an irgendjemanden schicken. Und dann auch noch mit einem Link zu deiner Site! Da ist die Reputation der Site gleich futsch, kaum dass sie online ist.“

Da sagt mein Freund aus der Printwelt:

Nö, das sehe ich nicht so. Man muss doch jemandem schreiben dürfen. Das ist ja quasi eine Bewerbung.

Wie so eine (Be)werbung aufgenommen wird, erzählt Seth’s Blog. Und gibt Tips, wie man Kontakt herstellen kann, ohne zu spammen, indem man die Welt aus den Schuhen seines Gegenübers sieht.

Nicht von sich ausgehen – sondern vom Gegenüber. Engagement zeigen, zuhören, antworten: Aufmerksamkeit verdienen – und dann etwas anbieten.

Christian Mayaud analysiert die unterschiedlichen Networking-Typen. Wow! Ein bisschen erinnert mich das an scholastische Philosophie. Alle Möglichkeiten durchgehen …

Grau lieber Freund ist alle Theorie?