Who wants to own content?“ fragt Jeff Jarvis in seinem wegweisenden Post.

Darauf bezieht sich mein Artikel „Wer zahlt für Content?

Wenn es sich nicht lohnt, die Rechte an Content zu besitzen – who wants to create content?

Wer will die Herstellung von Content bezahlen, wenn er nicht mehr verwertbar ist?

Oder ist er verwertbar, nur auf anderen Wegen?

Rockbands verdienen ihr Geld jetzt nicht mehr mit Tonträgern, sondern mit Tourneen. Tourneen, die nicht ausverkauft wären, wenn diese Bands nicht im Internet oder den getauschten Tonträgern präsent wären.

Aber nicht alle können Tourneen machen.

Der Focus im Web 2.0 ist auf den Vermittlern.

WordPress ist ein großer Vermittler von Content.

YouTube ist ein anderer Vermittler von Content.

Wie steht es in diesen beiden Systemen mit den Urhebern des Content?

Wie monetarisiert sich die erfolgreiche Vermittlung für die Inhaber der Rechte?

Christian Mayaud analysiert die unterschiedlichen Networking-Typen. Wow! Ein bisschen erinnert mich das an scholastische Philosophie. Alle Möglichkeiten durchgehen …

Grau lieber Freund ist alle Theorie?

Das Look-and-Feel der 2.0 Website hat WediaBuzz gut auf die Punkte gebracht.

Okay: don´t take anything for granted.

Früher gingst du in den Plattenladen und hast die Platte gekauft oder nicht. Die Künstler, Verlage, der Plattenladen haben ihr Geschäft gemacht oder nicht. Heute ist das nicht mehr so einfach.

Content ist nicht mehr ein Objekt das verkauft wird wie ein Pfund Butter.

Wedia Buzz bringt das gut auf den Punkt. Content kann vielfältig verwendet werden, er kann vom Konsumenten kopiert und verändert werden, kreativ bearbeitet werden und neu publiziert werden.

Hoppla: Der Konsument ist gar kein Konsument mehr! Vielleicht wird er gar zum Konkurrenten des Orignalurhebers?

Kann/ soll der Originalurheber sich wehren? Wie kommt er auf seine Kosten?

Jeff Jarvis behauptet in seinem grundlegenden, provozierend betitelten Post „Who wants to own content?“ , dass die Unterhaltung (über Content) das Königreich sein – Content is not King.

Dem Blog-Betreiber gehört die Kneipe, in der die Menschen sich austauschen.

Wie Robert Basic: Robert bringt mit seinen Posts eine Unterhaltung in Gang, die in seinem Blog, aber auch in anderen Blogs stattfindet, sich dann aber auf basicthinking bezieht.

Stimmt die Metapher mit der Kneipe? Eine Kneipe, über die in anderen Kneipen gesprochen wird.

Okay. Aber auch: über deren Events, Videos, Musik in anderen Kneipen gesprochen wird. Und da wird´s schwierig. Denn das Video und die MP3´s, die kann die andere Kneipe auch anbieten. Dieser Content ist austauschbar und trägt allenfalls zum Erfolg der Kneipe bei, wenn sie ihn zuerst anbietet, oder wenn sie sich als einzige an ein bestimmtes Publikum wendet.

Vergessen ist wichtig

Erlerntes zu vergessen kann sehr wichtig sein, wenn man neue Wege gehen möchte, wie dieses Henry Ford Zitat zeigt.

Das kann man in Beziehugn setzen zu Thomas Kuhns „Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“.

Oft sind es gerade die Dinge, die einem wichtig sind, die Werte, die Selbstverständlichkeiten, von denen man sich trennen muss.

Do not take anything for granted.

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