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Wir wollten Urlaub in Californien machen.

Und wie sieht es in Californien denn nun wirklich aus? Da gehen wir doch mal zu Flickr und gucken die Bilder mit dem Tag „California“ an.

Irgendwie sind wir darüber zum Foto-Stream von Apple Crisp gekommen und haben stundenlang vor dem Computer gesessen, wunderschöne Fotos angeschaut und interessante Kommentare gelesen.

Wir wollten mehr über Apple Crisp erfahren und haben dann herausbekommen, dass es das Pseudonym (oder der Nick, wie man wahrscheinlich sagt) von Layne Russell handelt.

So sind wir auf Layne Russells Website gekommen.

Einige Fotos stammen aus der Werkstatt Ihres Mannes, der Gitarrenbauer ist und zeigen sehr eindrucksvoll die Entstehung der Gitarren.so sind wir auf auf die Site von Russel Guitars gekommen.

Der Dollar ist im Moment günstig: hier ist eine Chance, eine handgemachte Gitarre aus Californien zu erwerben.

Nun die böse Frage: Hat sich das Foto-Sharing für Layne und ihren Mann gelohnt?

Okay: andere Leute erlösen gar nichts mit ihrem Hobby. Der Weg ist das Ziel.

Andererseits: Für 2 Stunden qualitativ hochwertiger Unterhaltung entsprechend Layne Russels Fotos hätten wir im Kino glatt 2X 10,- Euro gezahlt. Frau Russel bekommt: nix. Außer 3 Links von Herrn Karl. Big Deal …

Sie hat allerdings nicht die Marketing- und Distributionskosten, die der Kinofilm hat. Sie braucht keinen Kartenabreisser und niemanden, der das Kino hinterher sauber macht. Und die meisten Kinofilme erlösen für die Produzenten weniger als nix – sie machen nämlich Miese.

Aber das kann nicht wirklich ein Argument sein für „sharing content in the social media“.

Who wants to own content? If nobody: who wants to create content?

Okay:

„Der Weg ist das Ziel.“

„Das Lied, das aus der Kehle klingt, das ist der Lohn, der reichlich lohnet …“ (Goethe, Der Sänger)

Oh, please dear: cut that crap. Urheberinnen und Urheber müssen von ihrer Arbeit (gut) leben können. Oder sind sie nur die nützlichen Idioten derjenigen, die am effektivsten vermitteln?

Andere Frage: Können Urheberinnen und Urheber durch die Vermittlung in den Social Media etwas erhalten, das sich für sie in Euro, Dollar und Cent auszahlt?

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Im Post Kontakte herstellen beziehe ich mich auf einen Artkel von Seth Godin.

Diesen Artikel habe ich über das Blog des Bassisten Steve Lawson gefunden. Steve gibt nicht nur seine Quelle an, sondern auch das Zwischenglied:

Thanks to this post on lovely Valerie Gonyea’s blog, I’ve found very cool quote from this great post by Seth Godin

Die Leserinnen und Leser finden also 2 wertvolle Quellen, die sich mit dem Thema von Steves Artikel beschäftigen – jeweils aus einem anderen Blickwinkel.

Sowohl Steve als auch Valerie Gonyea zitieren Seth sehr ausführlich: 3 volle Absätze. Das könnte der Originalurheber Seth auch negativ auffassen. Schließlich wird seine Formulierung jetzt 3 mal (wahrscheinlich noch öfter) in den Suchmaschinen gefunden.

Statt allein und exklusiv seinen treffend formulierten Standpunkt anzubieten teilt er ihn und bedankt sich sogar in den Kommentaren zu Valerie Gonyeas Post.

Ohne Valerie hätte Steve nicht Seth gefunden. Ohne Steve hätte Herr Karl nicht Valerie und Seth gefunden.