Posts Tagged ‘socialnetworking’

Ein guter Freund aus der Printwelt erzählt:

„Ich hab mir einen Satz E-Mail Adressen gekauft. Alle Leute, die mir irgendwie einen Job geben könnten schreibe ich an, wenn meine neue Website online ist.“

Boh, da ist Herr Karl ein bisschen geschockt:

„Aber das ist doch Spam! Du kannst doch nicht einfach uneingeladen eine Mail an irgendjemanden schicken. Und dann auch noch mit einem Link zu deiner Site! Da ist die Reputation der Site gleich futsch, kaum dass sie online ist.“

Da sagt mein Freund aus der Printwelt:

Nö, das sehe ich nicht so. Man muss doch jemandem schreiben dürfen. Das ist ja quasi eine Bewerbung.

Wie so eine (Be)werbung aufgenommen wird, erzählt Seth’s Blog. Und gibt Tips, wie man Kontakt herstellen kann, ohne zu spammen, indem man die Welt aus den Schuhen seines Gegenübers sieht.

Nicht von sich ausgehen – sondern vom Gegenüber. Engagement zeigen, zuhören, antworten: Aufmerksamkeit verdienen – und dann etwas anbieten.

Christian Mayaud analysiert die unterschiedlichen Networking-Typen. Wow! Ein bisschen erinnert mich das an scholastische Philosophie. Alle Möglichkeiten durchgehen …

Grau lieber Freund ist alle Theorie?

Okay: don´t take anything for granted.

Früher gingst du in den Plattenladen und hast die Platte gekauft oder nicht. Die Künstler, Verlage, der Plattenladen haben ihr Geschäft gemacht oder nicht. Heute ist das nicht mehr so einfach.

Content ist nicht mehr ein Objekt das verkauft wird wie ein Pfund Butter.

Wedia Buzz bringt das gut auf den Punkt. Content kann vielfältig verwendet werden, er kann vom Konsumenten kopiert und verändert werden, kreativ bearbeitet werden und neu publiziert werden.

Hoppla: Der Konsument ist gar kein Konsument mehr! Vielleicht wird er gar zum Konkurrenten des Orignalurhebers?

Kann/ soll der Originalurheber sich wehren? Wie kommt er auf seine Kosten?

Jeff Jarvis behauptet in seinem grundlegenden, provozierend betitelten Post „Who wants to own content?“ , dass die Unterhaltung (über Content) das Königreich sein – Content is not King.

Dem Blog-Betreiber gehört die Kneipe, in der die Menschen sich austauschen.

Wie Robert Basic: Robert bringt mit seinen Posts eine Unterhaltung in Gang, die in seinem Blog, aber auch in anderen Blogs stattfindet, sich dann aber auf basicthinking bezieht.

Stimmt die Metapher mit der Kneipe? Eine Kneipe, über die in anderen Kneipen gesprochen wird.

Okay. Aber auch: über deren Events, Videos, Musik in anderen Kneipen gesprochen wird. Und da wird´s schwierig. Denn das Video und die MP3´s, die kann die andere Kneipe auch anbieten. Dieser Content ist austauschbar und trägt allenfalls zum Erfolg der Kneipe bei, wenn sie ihn zuerst anbietet, oder wenn sie sich als einzige an ein bestimmtes Publikum wendet.